Dienstag, 26. Mai 2009

Penner/Sandler

Heute als ich vom Zug ausstieg sah ich einen Penner auf einer Bank sitzen, er brachte mich zum Nachdenken, welche Geschichte hat diese Mann wohl durchgemacht, welche Umstände formten ihn, machten ihn zu dem was er ist zu einem am Rande der Gesellschaft lebenden Menschen, den viele als nicht existierend oder wohl schlimmer als Übel, wie das Unkraut in einen Garten ansehen. Doch jeder einzelne von ihnen hat seine Geschichte genau wie wir, irgendwann haben sie die Kurve des Gesellschaftsleben nicht mehr gekriegt und sind ausgestiege, ob freiwillig oder gezwungener Maßen. Ich denke Jeder von uns hat so seine persönlichen Kurven zu meistern und weiß über derren Schwierigkeit bescheid. Auch uns können harte Schläge zurück werfen, niemand weiß kommt, nur jeder weiß was einmal wahr. Sollte man diesen Aussetzigen nicht eine Chance geben, ihnen die Möglichkeit geben von ihrem leidvollen und doch durchaus alternativen Leben als Penner oder wie es im österreichischen heißt Sandler zu berichten und aus ihren Erfahrungen lernen für unser eigenes Leben, denn nicht das was wir tun oder wie uns die anderen Sehen sollte das Ziel sein, sondern wir selbst, sogesehen eine Entdeckungsreiße zu unserer Identität. Nun werden viele Behaupten wir kennen uns doch wissen von unseren Stärken und Schwächen über unseren Körper und allen anderen Dingen im Leben bescheid... Dennoch nimmt man uns die Kreditkarte, den Namen und den Personalausweis weg, sowie unsere Freunde, Arbeit und Aufgaben, sodass nur noch wir selbst unser eigener Körper und Geist über bleiben, wissen wir dann wirklich wer wir sind? Wahrscheinlich nicht die Penner vllt. auch nicht alle, sie jedoch haben meist nichts von all diesen Gegebenheiten und dennoch meistern sie ihr Leben, sie sind auch auf ihre Weiße Überlebenskünstler, die ich persönlich nicht beneide aber dennoch bewundere mit dem Nichts zurecht zu kommen und davon zu Leben schon erstaunlich in der heute Geldgeilen Gesellschaft oder etwa nicht?

Zu zweit Alleine

Die erste Begegnung, verheisungsvolle Blicke, nette Gespräche und ein kribbeln im Bauch so fängt es meistens an mit der Liebe...Doch auch nach der der ersten Periode des Verliebtseins, sollte ein gewisses Gefühl nicht verloren gehen, was jedoch oft der Fall ist... Auch ist das Gefühl der Liebe meist nicht mehr als eine Illusion, denn richtige Liebe gibt es nicht sehr oft leider... Echte Liebe hält meist ein Leben lang, ich weiß das klingt nun alles irgendwie sehr kitschig und vielleicht auch ein bischen vorurteilhaft, allerdings denke ich wirklich dass es so ist... Das eigentliche Problem ist doch eigentlich jeder wünscht sich diese einzigartige Liebe, und man versucht wirklich alles sie zu erreichen, auch will man nicht alleine sein. Denn Allein sein ist das, was uns am meisten dazu treibt Beziehungen einzugehen, es ist die Angst davor keinen zu haben der für einen da ist, die Angst davor andere glücklich zu sehen und selbst allein zu sein, die Angst davor keinen zuhaben mit dem man reden und kuscheln kann, mit dem man Augenblicke teilen kann...
Das Leben besteht aus 70% Einsamkeit und 20% Glück und 10% Zweisamkeit... so würde ich das sehen. Aber da ist wohl Ansichtssache...ich frage mich nur wieso das alles immer so kompliziert sein muss, wahrscheinlich weil es sonst kein Glück geben würde...